"Wir leben in einer Zeit der großen Verunsicherung. In dieser Zeit, wo vieles droht auseinander zu fallen, sind für uns zwei Filme aus dem Programm hervorgestochen, die von Zusammenhalt und Tradition im Hier und Jetzt erzählen. Eine lobende Erwähnung möchten wir für den Film »Haldern Pop – Dorf mit Festival« von Monika Pirch aussprechen. .. Der Film hat uns berührt, denn er zeigt wie durch jahrzehntelanges Engagement scheinbare Widersprüche überwunden und große Träume verwirklicht werden können."

Wir danken der Jury Angela Christlieb, Markus Mörth und Britta Schöning für diese lobende Erwähnung beim Granit Dokumentarfilmpreis der Hofer Filmtage 2020.

Termine

Weltpremiere bei den Internationalen Hofer Filmtagen 2020

Donnerstag 22.10.2020 10 Uhr im Saal der Bürgergesellschaft Hof (öffentlich)
Donnerstag 22.10.2020 11 Uhr im Club im Central Kino (FachbesucherInnen)
Sonntag 25.10.2020 17 Uhr im City (öffentlich)

Und für alle daheimgebliebenen online hier:
https://hofer-filmtage.com/festival-2020/ticket-info/
Das Portal wird vorraussichtlich am 18.10. freigeschaltet. Weiter Infos folgen.


„Wir leben mitten in der Pampa, da muss man eben was machen.“ sagt Stefan Reichmann, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer von Haldern Pop. Also bauen mehr als 400 Menschen aus dem Dorf jedes Jahr im August das Haldern Pop Festival auf und lassen ihren Traum vom eigenen Musikfestival lebendig werden. Preisgekrönt und draußen und bei jedem Wetter. Internationales Musikgeschehen und ländliche Traditionen berühren sich dabei und erzählen eine neue Geschichte von Heimat und der Notwendigkeit von Kultur.


gefördert durch
Gerd-Ruge-Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW
Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Eine Koproduktion von Monika Pirch und Westdeutscher Rundfunk


Teaser

Inhalt

Haldern am Niederrhein, 5000 Einwohner, 3 Kneipen, eine Bahnhaltstelle und ein international gefeiertes Musikfestival. „Wir leben mitten in der Pampa, da muss man eben was machen.“ sagt Stefan Reichmann, künstlerischer Leiter des Festivals und Geschäftsführer von Haldern Pop. „Wir waren 14 Messdiener und wollten unsere eigene Party.“
35 Jahre später bauen mehr als 400 Menschen aus dem Dorf jedes Jahr im August das Haldern Pop Festival auf und tun während der drei Festivaltage einfach alles, um mit 50 Bands aus aller Welt und für 7000 BesucherInnen das beste Open-Air-Musikprogramm des Sommers zu präsentieren. Preisgekröntes Booking und selbst verlegtes W-Lan gehen hier Hand in Hand. Tickets sind schwer zu bekommen.

Wie ist es möglich, dass eine Stunde Zugfahrt von der Landeshauptstadt Düsseldorf entfernt, eine solche Haltestelle für Kultur existiert, ganz ohne Fördergelder und urbane Infrastruktur?
Während in den Städten, der individuelle Lebensentwurf das Maß aller Dinge ist, setzen in Haldern viele Menschen auf Gemeinschaftssinn. Und der hat hier meistens mit Musik zu tun. Wie sich herausstellt, muss es gar nicht unbedingt das Festial sein, denn auch Blasmusik und Chorsingen werden mit derselben Liebe und Begeisterung praktiziert wie die Festivalplanung. Die Beziehungen zur Musik sind also individuell sehr verschieden, so wie die Rollen und Aufgaben, die gebraucht werden, um das Dorfleben lebendig zu halten. In diesem Kosmos den richtigen Platz zu finden – das ist die eigentliche Aufgabe.

Im Wechselspiel von Klängen aus Haldern mit Klängen aus dem Rest der Welt spürt der Film der Frage nach, wie Musik Gemeinschaft ermöglicht und dem Dorf immer wieder Impulse gibt. Internationales Musikgeschehen und ländliche Traditionen berühren sich dabei und erzählen eine neue Geschichte von Heimat und der Notwendigkeit von Kultur.


Cast

Stefan Reichmann

In Haldern geboren, Messdiener, Festivalgründer, bis heute künstlerischer Leiter von Haldern Pop.
Ist auch gerne mal unterwegs.

www.haldern-pop.de/

Fabiola Hallen

In Haldern aufgewachsen, Studium des Fagotts, jetzt Chorleiterin, Posaunistin, Musiklehrerin.
Ist wieder zurück im Dorf.

Christian Lehmann

In Haldern aufgewachsen, Diplom-Ingenieur, spielt seit 45 Jahren ambitioniert Trompete.
Pendelt zur Arbeit.

Helmut Burgschat jr.

Handwerker, Feuerwehrmann, 1. Fahnenschwenker, Karnevalist, König.
Braucht den Kirchturm im Blick.

Crew

Buch/Regie: Monika Pirch 
Kamera: Dieter Stürmer , Stefanie Gartmann , u.a.
Originalton: Armin Siegwarth , u.a.
Schnitt und Dramaturgie: Oliver Held
Sounddesign und Mischung: Tom Blankenberg 
Mastering Musik: Kai Blankenberg 
Colorist: Felix Hüsken 
Produktion: Monika Pirch 
Redaktion: Jutta Krug, WDR